61 Inch Release-Show

Endlich wieder etwas neues von 61 Inch auf die Ohren! Dieses Mal auch endlich für alle, die es nicht schaffen, die EP zu kaufen, auch wenn das unergründlich ist. (Macht das! Irgendwie! Im Zweifel schreibt den Jungs eine Mail!) Aber jah, Heartlights steht endlich auch online, zum Beispiel auf Spotify.

Ich möchte mich jetzt aber gar nicht zu sehr über die neue, übrigens in den USA aufgenommene EP von 61 Inch begeistert auslassen, sondern über eine wirklich wunderschöne Releaseshow schreiben.

Nach Eberbach bin ich ja jetzt schon einige Male gefahren, mit Immersion, später mit Into The Fray und jetzt einfach so. Das Besondere war dieses Mal aber nicht nur der Anlass, also die Heartlights-Release, sondern auch der Ort. Irgendwo im Nirgendwo (sofern Eberbach als Nirgndwo an sich noch gesteigert werden kann), sprich im kleinen Industriegebiet von Eberbach in einer Werkstadthalle haben es sich 61 Inch für das erste März-Wochenende ausgebreitet. Kurzer Hand steht da eine Bar, ein Bühne, Vorhänge, Licht, Licht, eine PA und noch ein bisschen Licht. Das sieht nicht nur schön aus, sondern versprüht so einen ganz besonderen Charme. So Interims-Nutzung, aber auf schönste und ausformulierteste Art.

Natürlich kam ich nicht pünktlich, aber irgendwie bekommen 61 Inch es immer wieder hin, dass auf Facebook-Angaben kein Verlass ist. Auf die Beste nur mögliche Art, selbstredend. Also obwohl eigentlich eine knappe Stunde zu spät, waren wir eine halbe Stunde vor Beginn dort und obwohl eine recht überschaubare Anzahl an Zusagen auf Facebook, waren die kleine Halle doch gut gefüllt. Ich bin ja schlecht im schätzen und nachfragen, aber 61 Inch sagten es war ausverkauft. Also wahrscheinlich um die 150 Menschen, die dort herum standen.

Den Auftakt machte Shawn Keller aus Chicago. Schöne Musik in einer schönen Kuilisse. Ein Mann, eine Gitarre, schlicht und in dieser Form gekonnt.

Nach dem eingeflogenen Amerikaner standen Hentzschel auf der Bühne. “Drei Brüder, eine Band” ich sollte vielleicht schon bei diesem Bandnarrativ merken, dass ich nicht unbedingt die Zielgruppe der Band bin, die ich schon auf dem dit is schade! Festival 2015 verpasst habe. Das spiegelt sich dann auch in den Texten wieder. Handwerklich ist das gut gemacht, keine Frage und auch nicht ideenlos umgesetzt, aber ich bin dann nicht mehr Teeny genug. Tatsächlich fand ich die Abschluss-Inszenierung der drei am coolsten: Nachdem die Band abgegangen war, kamen sie zurück, stellten sich ans Mikrophon und sangen Accapella. Schlicht, schön und eindrucksvoll.

Und dann zum Kern: 61 Inch präsentieren Heartlights und nebenbei auch noch weitere, ganz frische Songs.
Die zuvor abgedeckten Herzen auf Plastikplatten werden enthüllt und von hinten angestrahlt und zum Intro erklingt dieses eine Lied, also im Prinzip nur Bass. Na ihr wisst schon. Ich hab keine Ahnung wie es heißt, aber ihr wollt das auch gar nicht wissen, sonst schaut ihr nur nach dem Song und habt dann einen Ohrwurm, weit weg von 61 Inch. Irgendwie so muss es 61 Inch auch ergangen sein und aus Rache an der Menschheit pflanzen sie dann den Zuhörern den Ohrwurm ein.

“One Love! – Peace//Love//Hope//Family”

Wie auch immer: 61 Inch liefern ein Brett. Ausgeklügelt, druchdacht, dennoch spontan und authentisch. Vor allem die Ansagen. Klaus und Jesse – Traumpaar im besten, ironischen Kontext. Wundervoll anzuschauen, meist witzig, aber eben nicht nur. Ein Song widmen 61 Inch dabei all ihren Freunden und Bekannten, die in den letzten Jahren von uns gegangen sind. Das ist der Band wirklich besonders wichtig und zeigt, wie sehr die drei ihr Motto “One Love! Peace//Love//Hope//Family” dann auch leben.

Die Lichtshow unterstreicht die Show dabei genauso durchdacht, wie die Aneinanderreihung der Songs das Set. Das macht Spaß, klingt trotz ungewöhnlicher Location und dank eines grandiosen FOHlers auch ziemlich gut und ist dann irgendwie auch viel zu schnell vorbei. Sicherlich geht das nicht nur mir so und daher noch einmal die Freude – Heartlights steht auch auf Spotify:

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Tobias auf Twitter

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